Wohnüberbauung Letzi, 1.Preis
Bauherrschaft: Amt für Hochbauten Stadt Zürich (Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich), Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich,
Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien
Team Neuland: Ioulia Goula, Roman Lüssi, Maria Viñé
Studienauftrag: 2016, 1.Preis
Planung und Realisation: 2016-2024
Das Teilgebiet Letzigebiet D beherbergt auf seinem Areal zwei aussenräumlich übergeordnete Kontexte, die für die Ausformulierung des Freiraums ein interessantes Spannungsfeld darstellen: einerseits die Nähe zum Gleisraum mit der Durchquerung einer übergeordneten Gleisuferpromenade, andererseits der von der Flurstrasse kommende Grünkorridor. Mit diesem Hintergrund generiert die städtebauliche Figur zwei aussenräumliche Ausweitungen, die divers ausformuliert werden und sich gut ergänzen: strassenseitig im Südosten am Kreuzungspunkt Flurstrasse-Hohlstrasse einen Stadtplatz und zum Gleisraum hin einen Wohnhof.
Der Stadtplatz wird geprägt durch ein Baumdach aus im Raster gepflanzten einheimischen Laubbäumen. Dem gemäss Freiraumkonzept Letzi vorgesehenem Grünkorridor ‚Flurstrasse’ wird hiermit Rechnung getragen. Baumdach, Möblierung und Belagsmuster gehen auf selbstverständliche Weise auf das den Platz diagonal im Bogen überquerende Anschlussgleis ein. Eine grosszügige Öffnung im Gebäudevolumen für die Querung dieses Anschlussgleises verbindet diesen Platzraum mit einem dreiseitig umfassten Wohnhof. Die Gleisuferpromenade mit ihren Gestaltungselementen und den Gehölzgruppen schliesst diesen Wohnhof räumlich zum Gleisraum ab. Die Qualität der Weite des Gleisraums wird so mit einem domestischen, kleineren Massstab kombiniert.Der Hof gliedert sich in diverse Abschnitte, Kindergarten- und Spielplatz, Spielfeld, Pflanzgarten für Bewohner und Staudengarten mit gemeinschaftlichem Sitzplatz, Grillstelle und einer Wasserfläche. Somit entsteht im Hof ein Wechselspiel von individuellen Rückzugsmöglichkeiten wie auch Orten für grössere gemeinschaftliche Zusammenkünfte. Diverse durchgehende visuelle Verbindungen im Erdgeschoss des Gebäudes unterstreichen die Transparenz zwischen Strassen- und Hofraum. Die Formensprache der Gleisuferpromenade sowie die Wahl der Vegetation lehnen sich an den bestehenden Abschnitt der Gleisuferpromenade im Teilgebiet C an. Zwischen den Achsen, die der Fortbewegung zugeschrieben sind, befinden sich Aufenthaltsflächen. Die Sequenz der verschiedenen „Inseln“ schafft für den Hofraum jeweils abwechselnde Hintergründe.