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  • Büro- und Gewerbebau Yond


    Bauherrschaft:                Swiss Prime Site Immobilien AG

    Team Neuland:                Corinne Büchi, Stefanos Petrou, Caroline Thomas, Vera Pilloni, Maria Viñé

    Architektur:                     Slik Architekten AG

    Planung und Realisation:  2016-2020

    Auszeichnungen:             Best Architects 21 Gold Award Industrie und Gewerbe, Finalist Architizer Award, Auszeichnung guter Bauten der Stadt Zürich

     

    Mit den obsolet gewordenen Büro- und Industriebauten auf dem Siemensgelände in Albisrieden wurde eine grundlegende Transformation des Areals eingeleitet. Nacheinander wurden Parzellen veräussert und Neubauten durch verschiedene Eigentümer erstellt. Angesichts dessen galt es den Freiraum so zu gestalten, dass die Anschlüsse an zukünftige Entwicklungen gewährleistet bleiben und er immer als verbindender Faktor innerhalb des Areals und des urbanen Gefüges fungieren kann. So stellt das Yond-Projekt mit seiner hybriden Nutzung als Industrie-, Büro und Gastrogebäude die Öffnung des Areals und eine starke Anbindung an die Nachbarschaft in den Vordergrund. Grosszügige Wegverbindungen mittels Erdgeschosseinschnitten sollen dementsprechend die für das Quartier charakteristische informell Fussgängerdurchwegung garantieren. Das Schaffen einer eindeutigen Erschliessung und die Klärung der verschiedenen Systeme, PKW, Fussgänger, Velos und Anlieferung war ebenso prioritär wie die Zugrundelegung ökologischer Aspekte. So wurden grossflächige Belagsflächen zugunsten von Grünflächen entsiegelt und lediglich die für die äusserst komplexe Logistik und den Verkehr notwendigen Hartbelagsflächen realisiert, um Regenwasser direkt in Grünflächen versickern zu können. Dort wo dies nicht möglich war, wurden unterirdische Retentionsvolumen vorgesehen. 

    Verschieden dimensionierte Gebäudeeinschnitte stellen unterschiedliche Bezüge zum urbanen Kontext dar und etablieren eine klare Hierarchie zwischen den verschiedenen Eingangssituationen. Diese werden ihrer Funktion entsprechend als Aufentshaltsbereich oder Durchgangsraum unterschiedlich ausformuliert. Abhängig von den jeweiligen Standortverhältnissen (Platzverhältnisse und Belichtungssituationen) werden sie mit unterschiedlichen Vegetationselementen versehen (Gehölzpflanzungen, Vertikalbegrünung, Staudenflächen). Diese hitzemindernden Massnahmen werden zu Identität stiftenden Merkmalen der jeweiligen Büros und Gewerberäume und tragen zu einer reichen Vielfalt räumlicher Situationen bei.

    Das Projekt sieht vor, analog zum benachbarten Rechenzentrum mithilfe eines Belagswechsels einen klar dem Gebäude zugehörigen Vorbereich mit einem Gussasphaltbelag auszuscheiden, der sich vom Asphalt des öffentlichen Raums und der Verkehrswege subtil absetzt. Der Einsatz von hellen Belägen (Gussasphalt mit Andeer-Abstreuung, Chaussierung, Betonplatten) sorgt darüberhinaus für bessere Albedo-Werte. 

    Die industriell anmutenden Gestaltungsdetails erinnern an die Geschichte des Ortes.